Die Passion der Kore

Der Titel „Die Passion der Kore“ bezieht sich auf die griechische Mythologie, auf die Jungfrau Persephone, die von Hades in die Unterwelt entführt wird und dort einen Teil des Jahres verbringen muss. Dieser Mythos symbolisiert den Kreislauf von Tod und Wiedergeburt, die Übergänge zwischen den Welten sowie die Dualität von Leben und Tod, Licht und Dunkelheit.

In einem Moment innerer Transformation oder eines Opferakts, ähnlich der „Passion“ im religiösen Sinne, werden Leiden und Hingabe gezeichnet:
Die mythische Figur, die zwischen zwei Zuständen gefangen ist – zwischen Licht und Dunkelheit, Leben und Tod, Gegenwart und Vergangenheit.
Die nach oben gestreckten Arme sind Ausdruck von Hingabe oder Resignation
Ihr nackter, glänzender Körper steht symbolisch für Verletzlichkeit, aber auch für Erneuerung und das Erblühen neuen Lebens.
Das goldene Licht, das ihren Körper streift, ist Symbol für das Leben und das Göttliche.
Der dunkle, kühle Hintergrund spiegelt die Unterwelt oder die Schattenseite des Daseins.

In dieser Deutung wird die Frau zu einer modernen Kore, die sich ihrer eigenen „Passion“ stellt – dem Leiden und den Herausforderungen eines Übergangs, sei es im spirituellen, emotionalen oder existenziellen Sinne.

„Die Passion der Kore“ verbindet antike Mythologie und Moderne mit Blick auf Wandel, Opfer und die Zyklen des Lebens, die immer wieder kehren.