Vor dem Wort das Fleisch

Ein Körper, der sich der Welt entzieht.

Er ist nicht dargestellt, um eine Person zu repräsentieren, sondern als eine eigentümliche, beinahe architektonische Form.
Der Mensch scheint sich auf seinen eigenen Ursprung zurückzubeugen.

Das Bild besitzt eine ungewöhnliche körperliche Präsenz.
Die warme, erdige Haut hebt sich aus einem nahezu schwarzen Grund heraus; das Licht tastet über Schulter, Rücken, Hüfte und Oberschenkel und verliert sich unmittelbar danach wieder in der Dunkelheit. Nichts wirkt ausgeleuchtet im konventionellen fotografischen Sinn.
Das Licht enthüllt, aber es erklärt nicht.
Es lässt Teile des Körpers sichtbar werden und verschweigt andere.

Man möchte näher herangehen, obwohl man bereits nahe genug ist.
Man möchte verstehen, welche Haltung dieser Körper einnimmt, obwohl seine Haltung gerade aus dem Nicht-Erklärbaren ihre Wirkung bezieht.
Ist es Schutz? Erschöpfung? Sammlung? Selbstvergessenheit?
Oder schlicht ein Moment vollkommener körperlicher Versunkenheit?